veroeffentlichungen verwaltungsrecht
Dr. Fraatz-Rosenfeld

"Zur Ineffizienz der Gemengelage von Ministerialaufgaben und Ausführungsverwaltungsaufgaben innerhalb einer Verwaltungsbehörde", Diss., Hamburg, 1983.

Einer der Anlässe für die Untersuchung war der sog. "Stoltzenberg"-Skandal in Hamburg, der am Beispiel einer Umwelthavarie (gesundheitschädliche Bodenkontamination durch ein Chemieunternehmen) massive Umsetzungsdefizite im Bereich der Umweltverwaltung zeigte. Ein wesentlicher Untersuchungsgesichtspunkt war die Klärung der Frage nach der Effizienz in der öffentlichen Verwaltung. Dieses Problem hat neue Brisanz bekommen in der heute aktuellen Diskussion um die sogenannte Rekommunalisierung (siehe dazu: A.Leisner-Egensperger, "Rekommunalisierung und Grundgesetz", NVwZ 2013, 1110 (1114).


"Zur Begründung und zum Umfang öffentlich-rechtlicher Abwehransprüche gegen Vergnügungsmärkte und ähnliche Einrichtungen“; :
 Festgabe für Werner Thieme zum 65. Geburtstag, Beiträge zur Rechts- und Verwaltungswissenschaft, 1988, Seite 7 ff.

Zu den für Anlieger besonders intensiven Belästigungsquellen gehören Stadtfeste, Schützenfeste und sonstige Volksfeste aller Art. Der Aufsatz beschäftigt sich mit Abwehrmöglichkeiten und Schutzkriterien.


„Der gegenwärtige Stand des öffentlich-rechtlichen Nachbarschutzes und seine Umsetzung in die Praxis“, in:
Bull/Fraatz-Rosenfeld (Herausgeber), Festgabe für Werner Thieme zum 80. Geburtstag – Beiträge aus dem Freundeskreis des Seminars für Verwaltungslehre, Hamburg, 2003

Bei dem Aufsatz handelt es sich um eine – auch für Laien verständliche – Zusammenfassung des Standes des öffentlich-rechtlichen Nachbarschutzes in der BRD.


„Die Nachbarrechtssituation in Hamburg unter Berücksichtigung der nachbarrechtlichen Vorschriften der HBauO 2006 – Öffentliches Nachbarrecht in Hamburg – Teil 1–”, in:
Hamburger Grundeigentum 2006, Seite 422 ff.


“Neue Regeln für Grenzabstände – Öffentliches Nachbarrecht in Hamburg – Teil 2 –", in:
Hamburger Grundeigentum 2007, Seite 10 ff.


“Ausdruck von Lebenfreude oder schlicht Lärm” – zur Frage der Beurteilung von Schallimmissionen, die von Kindergärten oder ähnlichen Einrichtungen ausgehen, in:
Hamburger Grundeigentum 2007, 458


“Wohnungseigentum im öffentlichen Recht” – zu den Auswirkungen der teilrechtsfähigen WEG im Verhältnis zur öffentlichen Verwaltung und öffentlichen Versorgungsträgern, in:
Hamburger Grundeigentum 2008, 412


„ATAG – Klausel – / Eine Alstertaler Spezialität”,
Hamburger Grundeigentum 2009, 58

Beidseits entlang der Oberalster im Norden Hamburgs in Stadtteilen Wellingsbüttel und Poppenbüttel sind die als Grunddienstbarkeit gefassten ATAG-Klauseln ein aktuelles Problem für einzelne Eigentümer und die Stadtplanung insgesamt.


„Bodenkontamination - Ansprüche benachbarter Eigentümer“, in:
Hamburger Grundeigentum 2009, Seite 466

Der Aufsatz beschäftigt sich möglichen Nachbarschutzansprüchen aus nachbarschützenden Vorschriften des Bundesbodenschutzgesetzes, der Wasserhaushaltsgesetzes und einigen anderen bundesrechtlichen Vorschriften.


„Die Erfüllung öffentlicher Aufgaben durch staatliche Stiftungen – ein rechtlicher Überblick und verwaltungswissenschaftlicher Ausblick”, in:
Mehde/Ramsauer/Seckelmann (Herausgeber), “Staat, Verwaltung, Information”,
Festschrift für Hans-Peter Bull zum 75. Geburtstag, Berlin 2011

Der kleine Aufsatz beschäftigt sich - grob gesagt - mit der "Flucht des Staates" in die Rechtsform der öffentlich-rechtlichen oder privatrechtlichen Stiftung. Das Thema ist nach wie vor aktuell (dazu: Rüdiger Werner, "Kommunale Stiftungstätigkeit und ihre Schranken", NVwZ 2013, 1120 ff).


„Gepräge des Gebiets muss erhalten bleiben“ - zum vom Hamburgischen OVG geschaffenen „Anspruch auf Erhalt des Gebietsgepräges“, in:
Hamburger Grundeigentum 2012, 17 ff.

Das Hamburgische Oberverwaltungsgericht hat sich in zwei Entscheidungen, die im Jahre 2009 veröffentlicht wurden, mit der Frage beschäftigt, ob der Umfang von Bauvorhaben - bisher waren die Maßfestsetzungen in Bebauungsplänen nahezu ohne rechtliche Relevanz - auch nachbarlich eine Rolle spielen können und wann und in welchem Umfang.


„Profilabweichungen“ - zur Frage der Abweichung von Dach, Front- und Rückfrontlinien bei Reihenhäusern (OVG 2 Bs 66/12), in:
Hamburger Grundeigentum 01/2013, 26.

Reihenhausanlagen sind regelmäßig durch gleichmäßige Fronten auf der Traufseite der Gebäude und hinsichtlich der Dachfirste typisiert - in selteneren Fällen gibt es innerhalb einer Reihenhauszeile Versprünge oder Abweichungen in der Dachform. Soweit in Bebauungsplänen nichts zu der Frage der Gebäudeumfänge geregelt ist, kommt es darauf an, ob sich eine neue bauliche Anlage "einfügt" (§ 34 BauGB): Das Hamburgische Oberverwaltungsgericht hatte das für die Aufstockung eines Reihenhauses um rund 1,5 Meter abgelehnt, nun aber einen weit in das "Hinterland" am Ende einer Reihenhausanlage hineinragenden Anbau für zulässig erachtet.


„Nutzung eingeschränkt“ - zur Problematik der Vermietung von Ferienwohnungen, in:
Hamburger Grundeigenum 5/2013, 25

Seit geraumer Zeit werden von nicht-kommerziellen Vermietern Ferienwohnungen angeboten; es geht meist um die kurzzeitige Vermietung von ehemaligen Einliegerwohnungen oder neu ausgebauten Dachgeschossen an Feriengäste oder Monteure. In diesem Zusammenhang stellen sich einige Fragen zur baurechtlichen Zulässigkeit und vor dem Hintergrund des Wohnungseigentumsrechts


„Recht auf eine eigene Hausnummer?“ in:
Hamburger Grundeigentum 11/2012, Seite 18

Der Begriff "Adressenlage" spielt im Allgemeinen und speziell im Mietrecht eine wichtige Rolle: Da kann es schon sehr ärgerlich sein, wenn ein attraktiver Straßenname durch die Straßenbehörde aufgehoben werden soll. Der Text behandelt die Frage, ob unter welchen Umständen ein Schutz vor solchen Änderungen möglich ist.


 "Die Verortung von Ferienwohnungen in der BauNVO", in: 
Verwaltungsrundschau, 2014, 37 ff (zusammen mit Ass. Jens Kahrmann)

In Ballungsräumen mit starkem Bevölkerungszuwachs, die zugleich touristisch interessant sind, geht dem Wohnungsmarkt oft  Wohnraum dadurch verloren, dass zum dauerhaften Wohnen geeignete Objekte am Touristikmarkt als Ferienwohnungen angeboten werden - meist ungern gesehen von Stadtplanern und kommunalen Wohnungsämtern. Der Artikel beschäftigt sich mit Zulässigkeit und Abhilfemöglichkeiten.

 "Baumschutz-Verordnung gilt seit fast 70 Jahren", in: Hamburger Grundeigentum 2014 /10, Seite 18

 Obwohl bereits im Jahre 1948 auf der Grundlage des Reichsnaturschutzgesetzes erlassen, gilt die Verordnung bis heute: Das Hamburgische Oberverwaltungsgericht hat es für zulässig erachtet, der Verordnung mit dem neuen Hamburgischen Naturschutzgesetz nachträglich eine Grundlage zu verschaffen.

Flüchtlingsunterkünfte: Durchaus rechtsstaatlich zu bewältigen, in : Hamburger Grundeigentum 2016 / 2, Seite 20

Der kurze Aufsatz beschäftigt sich mit den städtebaurechtlichen Voraussetzungen zur Schaffung von Anlagen und Einrichtungen zur Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbegehrenden; ein Schwerpunkt liegt auf der sehr problematischen Einordnung in Wohngebiete.